Bauleistungsversicherung sinnvoll

Ist eine Bauleistungsversicherung sinnvoll?

Über die Tatsache, dass eine Bauleistungsversicherung neben der Bauherrenhaftpflichtversicherung eine der wichtigsten Versicherungen beim Neubau, dem Umbau oder der Sanierung eines Hauses ist, braucht nicht geschrieben zu werden. Aber wie sieht es mit der Bauleistungsversicherung aus? Ist eine Bauleistungsversicherung sinnvoll? Die Bauleistungsversicherung sichert Bauherren als auch Bauunternehmer, – es gibt zwei Varianten der Bauleistungsversicherung – ABU und ABH – gegen die Risiken, welche einer höheren Gewalt zuordnen sind, ab. Das heißt die Versicherung zahlt bei Sturm und Hagel, bei unerwarteten und Jahreszeit unüblichen Witterungsverhältnissen, bei Hochwasser. Darüber hinaus deckt eine solche Versicherung auch Schäden ab, die durch Vandalismus, durch Diebstahl von fest am Haus montierten Gegenständen entstehen. Die Haftung für nachgewiesen Konstruktionsfehler, die sich auf die Bausubstanz auswirken, so ein Fehler in einer tragenden Elementstruktur der Dachkonstruktion, die zu Schaden am Dach führt, sind ebenfalls, und, das ist wichtig, im Nachhinein versichert. Sollte also zum Beispiel eine Grundleitung durch einen starken Niederschlag während der Bauzeit verstopft worden sein, dies aber erst im Nachhinein beim Bezug der Wohnung, bemerkbar machen, ist der Versicherer verpflichtet, die Kosten für die Schadenbehebung im Nachhinein zu tragen. Dass eine Bauleistungsversicherung sinnvoll ist, ist damit mehr als offensichtlich.

Tragung der Gefahr

Die Bauleistungsversicherung erstreckt sich in ihrer Laufzeit in aller Regel über die komplette Bauzeit des Projektes. Auch aus diesem Grund ist die Bauleistungsversicherung sinnvoll. Die Risiken beziehungsweise die Haftung ist in VOB Teil B § 7 geregelt. Hier ist beschrieben, dass unabwendbare Ereignisse, wie beispielsweise Krieg oder höhere Gewalt, gar Aufruhr, den Bauunternehmer nicht verpflichten, für das gescheiterte Bauprojekt zu bezahlen. Im Gegenteil hat der Unternehmer Anspruch auf Ersatz der erbrachten Leistungen durch den Bauherrn. Bei den sonstigen Ereignissen jedoch, will heißen beispielsweise ungewöhnliche Witterungsverhältnisse, ist der Unternehmer gezwungen, Ersatz zu leisten. Er darf den Bauherrn nicht in Regress nehmen. Die Vergütung für die von ihm erbrachten Leistungen darf der Bauunternehmer erst dann verlangen, wenn sein Projekt durch den Bauherren abgenommen ist. Sollte der Rohbau durch ein unvorhergesehenes Ereignis in seiner Substanz beschädigt werden, ist der Bauunternehmer gezwungen, es neu zu errichten, bekommt jedoch für die erneute Arbeitsleistung kein Entgelt. Eine Bauleistungsversicherung gleicht diesen finanziellen Verlust aus.

Wie man sieht, die Frage, ob eine Bauleistungsversicherung sinnvoll ist, lässt sich mit einem klaren „ja“ beantworten. Natürlich unterscheiden sich einzelne Bauleistungsversicherungen preislich und auch in Bezug auf die Leistungen. Daher ist es empfohlen, einen Bauleistungsversicherung Vergleich  durchzuführen. So kann man schnell die beste Bauleistungsversicherung finden und abschließen.